Eine Open Science Policy für die Universität Graz
Mag. Dr. phil. Helmut W. Klug
Eine Open Science Policy für die Universität Graz
Im Rahmen des Leitprojekts 2 „High Potentials in der Forschung“ wurde in den vergangenen Jahren gezielt daran gearbeitet, Open Science an der Universität Graz strukturell zu stärken und in den universitären Alltag zu integrieren. Ziel dieser Aktivitäten ist es, Open-Science-Themen sichtbar zu machen und zu aktivieren, gleichzeitig aber auch eine tragfähige Strategie zu entwickeln, mit der Open Science langfristig weiterentwickelt und in bestehende Prozesse (z. B. Publikations- und Datenpraktiken, Supportstrukturen, Qualifizierungsangebote) eingebettet werden kann. Ein zentrales Ergebnis soll die Veröffentlichung eines gemeinsamen Open-Science-Statements in Form eines Policy-Dokuments sein, das Orientierung gibt, Zuständigkeiten klärt und konkrete Handlungsfelder adressiert.
Diese Entwicklungen erfolgen im Spannungsfeld unterschiedlicher Forschungskulturen und des Leistungsdrucks, zwischen Datenschutz und Research Security sowie fehlenden Anreizsystemen und Ressourcenknappheit. Gerade deshalb braucht es einen Ansatz, der sowohl Prinzipien (Transparenz, Nachnutzbarkeit, Verantwortlichkeit) als auch praktische Umsetzbarkeit (Workflows, Unterstützung, realistische Anforderungen) zusammendenkt.
Im Webinar stellen wir die bisherigen Arbeiten im Projekt, die zugrunde liegenden strategischen Überlegungen sowie den aktuellen Entwurf einer Open-Science-Policy für die Universität Graz vor.
Helmut W. Klug ist Koordinator für Forschungsdatenmanagement und Open Science an der Universitätsbibliothek Graz. Er studierte Germanistik und Anglistik/Amerikanistik, spezialisierte sich auf deutsche Mediävistik und wendet in der Forschung digitale Methoden auf Themen wie mittelalterliche Pflanzen, Kulinarhistorik und Wissenschaftskommunikation an. Zuletzt konzentrierte er sich besonders auf digitale Editionen und war an mehreren nationalen und internationalen Projekten an der Schnittstelle von Digital Humanities, Esskulturgeschichte und forschungsinfrastrukturellen Vorhaben mit Open-Science-Orientierung federführend beteiligt oder unterstützend tätig. Im Bereich des Forschungsdatenmanagements und Open Science entwickelt er Konzepte und Veranstaltungen für den offenen und nachhaltigen Umgang mit digitalen Forschungsdaten, gestaltet Schulungsangebote und berät Forschende bei der Planung, Dokumentation und Archivierung ihrer Daten.